Pro anonyme Jobsuche?

Bis dato ist das neue Verfahren, zur Jobsuche, für viele noch relativ unbekannt. Es bietet jedoch Menschen, die passiv oder ohne Erfolg suchen, bessere Bedingungen.

PRO – anonyme Jobsuche

1. Auch Bewerber, die mit Vorurteilen kämpfen, haben die Chance durch ihre Qualifikationen bei der Jobsuche zu überzeugen.
2. Schlüsselinformationen sind besser ersichtlich und können objektiver miteinander verglichen werden.
3. Dadurch, dass keine personenbezogenen Daten bekannt sind, können auch passive Stellensuchende ihren Marktwert ermitteln.
4. Ungekündigte Bewerber vermeiden, bei der Personalvermittlung, die Gefährdung ihrer Stelle durch indiskrete Personal-Verantwortliche oder Berater.
5. Persönlichen Angaben und Unterlagen werden nicht unkontrolliert von inkompetenten Personalvermittlern gestreut.
6. Stellensuchende ersparen sich Absage-Enttäuschungen auf fiktive Stellenangebote, von unseriösen Vermittlern.

CONTRA – anonyme Jobsuche

1. Für Bewerber mit wenig Erfahrung ist das Verfahren ungeeignet, da sie noch nicht über genügend Qualifikationen und Stationen im Lebenslauf verfügen, um sich hervorzuheben.
2. Kritiker behaupten, dass sich an der Diskriminierung nichts ändere, da diese nur in die zweite Runde, in der die personenbezogenen Daten bekannt sind, verschoben würde. Bloss weil jemand zum Vorstellungsgespräch eingeladen wird, bedeutet das nicht, dass die Jobsuche erfolgreich ist.
3. Der Berufsweg und die persönlichen Umstände finden weniger Beachtung. Kritiker meinen, dass es nicht aussagekräftig sei, allein die Leistungen und Fähigkeiten zu bewerten.
4. Oft wird unterstellt, dass Bewerber irgend einen Makel haben müssten, wenn sie sich für die anonymisierte Stellensuche entscheiden.

Trends in der Stellensuche

In den USA ist das anonymisierte Bewerbungsverfahren bereits der Standard. Dort wird auf die direkte Angabe jeglicher persönlicher Merkmale wie Geschlecht, Herkunft, Konfessionsangehörigkeit und Alter in der Bewerbung verzichtet. Zeugnisse, Referenzen und ein Bewerbungsfoto werden den Unterlagen ebenfalls nicht hinzugefügt. Dies gilt auch für Skandinavien. Dort ist die Angabe eines Namens jedoch noch üblich.

Andere Länder wie Schweden, Frankreich, die Schweiz und Belgien haben ebenfalls bereits Erfahrungen mit der anonymen Bewerbung gesammelt.

So zeigte sich in Schweden, dass sowohl Frauen als auch Migranten durch das Bewerbungsverfahren eine höhere Chance haben, zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen zu werden. Bei den Frauen gab es dabei nachweisbar einen Anstieg der Wahrscheinlichkeit eines reellen Jobangebotes. Leider konnte dieser positive Effekt für Bewerber mit Migrationshintergrund nicht festgestellt werden.

In Frankreich wurde 2006 ein Modellprojekt zur Anonymen Bewerbung gestartet. Das Unternehmen Norsys konstatierte drei Jahre, nachdem es die Anonymisierung der Bewerbungsunterlagen eingeführt hatte, dass sich die Anzahl der Frauen im Unternehmen verdoppelt hatte und auch vermehrt ältere Arbeitnehmer eingestellt wurden.

In der Schweiz wurde von 2007 bis 2008 das Pilotprojekt „smart selection“ des Kaufmännischen Verbandes, mit guten Resultaten, durchgeführt. Dabei stand eine Online-Bewerberplattform im Vordergrund, die sich an Lehrstellensuchende richtete. Insgesamt registrierten sich 200 Lehrbetriebe, bei denen sich 2.300 Suchende mit einem anonymen Profil bewarben. Die Auswertung ergab, dass Jugendliche mit einem Migrationshintergrund deutlich höhere Chancen auf eine Lehrstelle hatten. Auch die beteiligten Unternehmen lobten das Projekt, denn es ermöglichte ihnen eine objektive, kostengünstige und somit effiziente Bewerbersuche.

In Belgien wird das anonyme Bewerbungsverfahren seit 2005 im öffentlichen Sektor praktiziert und ist in diesem Bereich auch gesetzlich verankert.

Nach unseren langjährigen Erfahrungen in der Personalvermittlung fällt die Kandidaten-Entscheidung immer von Mensch zu Mensch, oft auch stark beeinflusst von subjektiven Faktoren. Im Jobsuche-Prozess kommt es daher sehr wohl auf ein möglichst vorurteilsfreies, faires Verfahren an.

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