Lieber Kuhstall als KV-Lehre

Yves L., 29, Bauer.
Trotz niedrigen Löhnen und trüben Zukunftsaussichten entscheiden sich wieder mehr junge Leute für eine Lehre als Landwirt. Was bringt sie dazu? Gefühlte Minuten verstreichen, bis Yves L. seinen Kopf hebt und mit ruhiger Stimme seine Gedanken ausspricht: «Den Wunsch, Landwirt zu werden, trage ich in mir, seit ich denken kann.» Schon als Bub im Baselbieter Ramlinsburg sass er jede freie Minute auf dem Traktor eines Bauern oder stand in einem Kuhstall knöcheltief im Mist. Nur für die Schule zog er Gummistiefel und Overall aus. Doch auch das nicht immer. Wenn er einem Bauern beim Heuen helfen konnte, schwänzte er – ohne schlechtes Gewissen. So stark war das Reissen, die Sehnsucht nach der körperlichen Arbeit in der Natur. Und die Freude am Umgang mit den tonnenschweren Maschinen. «Wenn ein Traktor vorbei donnerte, staunte ich immer wieder von neuem, obwohl ich so ein Ding schon tausendmal gesehen hatte.

Kuhstall statt KV-Lehre

Das ist auch heute noch so.» Der 28-Jährige ist stämmig, sonnengebräunt und mit schwerem Schritt unterwegs – ein Bauer durch und durch. In die Wiege gelegt wurde ihm seine Berufung allerdings nicht: Der Landwirtschaftslehrling mit einem Abschluss als Landmaschinenmechaniker ist kein Bauernkind. Er ist Sohn einer Zahnarztgehilfin und eines Bankangestellten. Ein Drittel mehr Lehrlinge Wie Yves L. entscheiden sich immer mehr junge Leute für eine Lehre zum Landwirt. In den letzten beiden Jahren machten schweizweit 1100 Landwirte ihren Abschluss – rund ein Drittel mehr als in den Nullerjahren. Ein Fünftel davon stammt laut dem Schweizerischen Bauernverband nicht aus Bauernfamilien. Das ist überraschend, zumal das Prestige der Bauern gering und die Verdienstmöglichkeiten schlecht sind. Ein Bauer, der 100 Prozent auf seinem Betrieb arbeitet, muss mit einem jährlichen Einkommen von knapp 40 000 Franken auskommen – das ist wenig angesichts seiner Arbeitswoche von 60 Stunden. Hinzu kommen die düsteren Zukunftsaussichten wegen der drohenden Marktöffnung. Hier geht’s noch «ums Läbige» Weshalb entscheiden sich also junge Menschen, aus einem nicht bäuerlichen Milieu, trotz interessanten Stellenangebote von einer Personalvermittlung, für den Landwirtsberuf und Kuhstall? Ist es die häufig beschworene Sehnsucht nach Tradition in einer globalen Welt, die sie an treibt? Agrarhistoriker Peter M., der das Archiv für Agrargeschichte in Bern leitet, winkt ab. Leute wie Yves L. seien vielmehr Teil einer neuen Bewegung, die die Neugier darauf leite, woher die Nahrung stamme und wie sie produziert werde. «Zentral ist auch das Bedürfnis, wieder vermehrt selbst mit den Händen zu gestalten.»

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