Meisterin auf dem Dach

Eva R., 52, Dachdecker-Meisterin.
Eva will hoch hinaus – und das fast täglich. 2003 übernahm die heute 39-jährige Meisterin den Dachdecker-Betrieb ihrer Eltern und führte ihn aus den roten Zahlen. Eine Karriere auf Umwegen, für die sie ihren erlernten Beruf als medizinisch-technische Assistentin aufgab. Entscheidend für die berufliche Veränderung war die Krise des elterlichen Unternehmens. Für Eva R. war sie der richtige Zeitpunkt, doch noch den Traumberuf Dachdeckerin auszuüben. Seit der Kindheit war es ihr Wunsch, wie Vater und Grossvater im familieneigenen Dachdecker-Betrieb zu arbeiten.

Von der Assistentin zur Meisterin

Noch als sie ihren Berufswunsch äusserte, legten die Eltern ein Veto ein, da sie sich für ihre Tochter einen anderen Beruf vorgestellt hatten. Eva Risse gab nach, wurde stattdessen medizinisch-technische Assistentin und arbeitete rund zehn Jahre lang in diesem Beruf.

Doch dann geriet der elterliche Betrieb in eine Wirtschaftskrise. Eva R. musste handeln. Sie war sich sicher, das Werk ihrer Eltern retten zu können – und behielt Recht. Nach einer Dachdeckerausbildung beim Vater absolvierte sie die Meisterschule, schloss zudem noch die Weiterbildung zur Betriebswirtschaft im Handwerk ab, alles innert einer Rekordzeit. Die Eltern vertrauten ihr voll. 2003 übernahm Eva das Unternehmen und firmierte um in „Eva R. Dachdecker-Meisterin“. Gleichzeitig organisierte sie den Betrieb um, reduzierte das Team auf zehn Mitarbeiter.

„Das ist eine Betriebsgrösse, die ich gut alleine handhaben kann“, erklärt die Jungunternehmerin. Sie hat hohe Erwartungen an die Belegschaft: Zur sehr guter Qualifikation sollen die Mitarbeiter stets freundlich, zuverlässig und pünktlich sein. Um den Nachwuchs zu entwickeln, engagierte sie ab Beginn speziell in der Ausbildung. Mit Qualität konnte und kann sich das Unternehmen sehr erfolgreich am Markt behaupten.

„Ich bin bei meiner Firmengründung (Übernahme) nie unterstützt worden. Das lag allerdings an mir, da die Betriebsübernahme sehr kurz entschlossen und absolut überstürzt stattfand“.

Was für Tipps und Empfehlungen würden Sie anderen Gründern geben? Gar nichts überstürzen und auf jeden Fall jede Hilfe beanspruchen. Viele Probleme könnten schon im Voraus gelöst werden. Gespräche mit der Bank suchen – besonders dabei können Fehler durch eine intensive bereits vorab vermieden werden. Welches waren die wichtigsten Hindernisse auf dem Weg zur Selbstständigkeit? Die grössten Probleme habe ich selbst zu verantworten: meine Unwissenheit. Das bedeutet nicht, dass ich es heute viel andern machen würde. Allerdings würde ich mit mehr Bedacht an die Proble heran gehen und mich bei den Institutionen, die Startups auf dem Weg zur Selbstständigkeit supporten, besser informieren.

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